Die Ausrüstung eines guten Fotostudios

Anders als ein Natur- oder Sportfotograf kann der Studiofotograf die Aufnahmesituation selbst gestalten. Das Fotostudio bietet ihm eine Umgebung, die sich ganz auf die Erfordernisse der gewünschten Aufnahmen abstimmen lässt. Licht und Schatten können gezielt zur Modellierung eingesetzt werden und Modell oder Motiv lassen sich vor verschiedenen Hintergründen inszenieren. Welches Equipment aber gehört zu der Grundausstattung eines guten Fotostudios und welche Besonderheiten gibt es?

Die Kameraausrüstung

Das wichtigste Arbeitsinstrument des Fotografen ist natürlich der Fotoapparat mit einer Auswahl an hochwertigen Objektiven. Sie ermöglichen Aufnahmen mit verschiedenen Brennweiten. Für eine Porträtaufnahme empfiehlt sich ein Normalobjektiv. Mit einer 50 mm Brennweite und einem Blickwinkel von 46 Grad entspricht die Bildwirkung in etwa der Sichtweise des menschlichen Auges. Werden hingegen sehr kleine Objekte fotografiert, sollte das Fotostudio für diese Nahaufnahmen eine entsprechende Auswahl an Makroobjektiven aufweisen. Wer besondere Effekte in seinen Fotografien erzielen will kann zusätzlich Filter vor das Objektiv setzen. Für gestochen scharfe Bilder im Fotostudio ist ein stabiles Stativ unabdingbar, denn selbst die ruhigste Hand kann ein solches nicht ersetzen. Es sollte sowohl in der Höhe als auch im Neigungswinkel verstellbar sein. In vielen professionellen Fotostudios gibt es sogar fahrbare Stative.

Die Lichtverhältnisse im Fotostudio

Erst mit optimalen Lichtverhältnissen und dem gezielten Einsatz von Zusatzlampen können hochwertige Studioaufnahmen gelingen. Neben dem Blitz der Kamera stehen in einem guten Fotostudio leistungsstarke Strahler zur Verfügung. Besonders Tageslichtlampen sind vorteilhaft, da sie mit 6500 Kelvin eine Farbtemperatur erreichen, die dem natürlichen Licht sehr ähnlich ist. Gerade bei den Porträtaufnahmen wirken die Gesichter sehr natürlich. In der Objektfotografie verhindern Tageslichtlampen unschöne Spiegelungen auf glatten und glänzenden Oberflächen.
Lampen werden am besten an einem Deckenschienensystem über dem Aufnahmeset montiert. Auf diese Weise lassen sie sich punktgenau einrichten und die Arbeitsfläche im Fotostudio bleibt frei. Für seitliches Licht kommen zusätzlich Lampenstative zum Einsatz.

Die Räumlichkeit

Ein Fotostudio sollte nicht zu knapp bemessen sein. Vorteilhaft ist eine Deckenhöhe von 2,50 m oder mehr. Sie lässt ausreichend Platz für das Deckenschienensystem, an dem sich außer den Strahlern auch verschiedene Hintergründe anbringen lassen. Ein Stuhl oder Hocker für die Modelle rundet die Einrichtung des Fotostudios ab. Für die Makrofotografie empfiehlt sich ein Aufnahmetisch, mit dem sich die Objekte in Arbeitshöhe inszenieren lassen.

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